WiENER ROBOTiCS
Autonome Transportplattform für Gestelle und individuelle Aufbauten
Nicht jeder automatisierte Materialfluss braucht eine klassische Gabelaufnahme. Die autonome Transportplattform von SEER Robotics bewegt Gestelle und Regale fahrerlos zwischen definierten Stationen. Mit Tragfähigkeiten von 300 bis 1.000 kg wird sie je nach Prozess als flache Hubplattform oder als Fahrzeugbasis für einen projektspezifischen Aufbau ausgelegt.

300 bis 1.000 kg Tragfähigkeit
Plattformhub
bis 60 ±1 mm
Mindestgangbreite
ab 722 mm
Laser-SLAM-Navigation mit ±5 mm Positionier-genauigkeit
Fahrzeugbasis oder Hubplattform: Die Ladungsaufnahme folgt dem Prozess
Die autonome Transportplattform wird auf die Art der Aufnahme und Übergabe abgestimmt. Als Fahrzeugbasis kann sie mit einem Rollen-, Hub- oder Schleppaufbau versehen werden. Dafür stehen Schnittstellen für I/O, CAN und RS485 zur Verfügung. So lassen sich horizontale Transporte mit einer kundenspezifischen Aufbaulösung abbilden, wenn eine serienmäßige Ladungsaufnahme den Prozess nicht vollständig abdeckt.
Für unterfahrbare Regale und Gestelle steht eine flache Hubplattform zur Verfügung. Sie hebt die Einheit bis 60 ±1 mm an, transportiert sie zum Zielpunkt und setzt sie dort wieder ab. Entscheidend sind dabei nicht allein Gewicht und Außenmaße, sondern auch die Unterfahrbarkeit, die Konstruktion des Gestells und die geforderte Übergabehöhe.
Technische Daten im Detail: Tragfähigkeit, Fahrweg und Aufbau
Die technische Auslegung beginnt bei der Transportaufgabe. Eine kompakte Fahrzeugbasis für enge Fahrwege stellt andere Anforderungen als eine Hubplattform für größere Gestelle. Deshalb werden Tragfähigkeit, Fahrzeugabmessungen, Gangbreite, Ladeverhalten und Aufbautechnik gemeinsam geplant.
Tragfähigkeit
300 bis 1.000 kg
Integrierter Plattformhub
bis 60 ±1 mm, je nach Konfiguration
Hubplattform
1.300 × 920 mm, bei Hubplattform-Konfiguration
Mindestgangbreite
722 bis 1.092 mm
Rotationsdurchmesser
973 bis 1.460 mm
Positioniergenauigkeit
±5 mm
Fahrgeschwindigkeit
bis 1,5 m/s
Ladezeit von 10 auf 80 %
1 bis 2,5 Stunden, je nach Konfiguration
Betriebsdauer je Ladung
7 bis 12 Stunden
Überfahrbarer Spalt
10 bis 30 mm
Überfahrbare Stufe
bis 5 mm
Steigfähigkeit
bis 5 %
Umgebungstemperatur
0 bis 50 °C
Fahrzeughöhe
182 bis 291 mm
CE-Nachweis
CE-Kennzeichnung im geprüften
SEER-Produktumfang
Winkelgenauigkeit
±0,5 bis ±1°
Die Angaben entsprechen den Produktdaten von SEER und beschreiben den verfügbaren Produktbereich, nicht frei kombinierbare Maximalwerte. Die Mindestgangbreite von 722 mm gilt für die kompakte Fahrzeugbasis mit 300 kg Tragfähigkeit. Die Hubplattform für Lasten bis 1.000 kg benötigt mindestens 1.092 mm Gangbreite. Ein projektspezifischer Aufbau kann den erforderlichen Platz zusätzlich beeinflussen.
Wiederkehrende Transporte zwischen definierten Stationen
Als autonomer Transportroboter eignet sich die Plattform für Abläufe, bei denen sich Aufnahme, Fahrweg und Übergabe klar definieren lassen. Sie verbindet beispielsweise Arbeits-, Montage- oder Bereitstellplätze und übernimmt Wege, die im Tagesgeschäft wiederholt anfallen. Die Ausführung der Plattform orientiert sich dabei immer am Ladungsträger und an der jeweiligen Übergabesituation.
Typische Aufgaben sind das Unterfahren, Anheben und Transportieren von Regalen oder Gestellen sowie horizontale Transporte mit einem individuellen Rollen-, Hub- oder Schleppaufbau. Die Plattform kommt dort zum Einsatz, wo eine niedrige Fahrzeugbasis oder eine flache Hubfunktion mit klar definierter Ladungsaufnahme den Prozess abdeckt.
Fahrweg, Boden und Sicherheitskonzept vorab prüfen
Die autonome Transportplattform navigiert standardmäßig mit Laser-SLAM und erreicht eine Positioniergenauigkeit von ±5 mm. Für die geprüften SEER-Konfigurationen sind Not-Halt, Lautsprecher, Umgebungsleuchte, WLAN-Roaming und Regalerkennung ausgewiesen. Je nach gewählter Ausführung können weitere Navigations- oder Sensorikfunktionen vorgesehen werden.
Steigungen bis 5 %, Stufen bis 5 mm und Spalten von 10 bis 30 mm sind im Produktbereich ausgewiesen. Ob diese Werte im konkreten Betrieb ausreichen, wird anhand der tatsächlichen Bodenübergänge, Engstellen, Fahrgeschwindigkeiten und Verkehrswege bewertet. Gerade bei Personenverkehr oder manuell gefahrenen Staplern braucht es ein Sicherheitskonzept, das Fahrzeug, Umgebung und Betriebsablauf gemeinsam berücksichtigt.
Wann eine andere Fahrzeugklasse besser passt
Die Transportplattform hebt Ladungsträger nur bodennah an. Für offene Paletten, die auf Bodenniveau bewegt werden, kann ein autonomer Niederhubwagen die passendere Fahrzeugklasse sein. Sind höhere Übergabe- oder Einlagerhöhen erforderlich, prüft Wiener Robotics einen autonomen Hochhubwagen oder Schubmaststapler. Für nicht unterfahrbare Ladungsträger und geschlossene Paletten kommt ein autonomer Gegengewichtsstapler infrage.
Diese Abgrenzung verhindert, dass die Entscheidung allein über die Tragfähigkeit getroffen wird. Erst die Kombination aus Ladungsträger, Aufnahmeart, Hubbedarf, Fahrweg und Übergabepunkt zeigt, ob eine autonome Transportplattform den Prozess sauber abdeckt.
Auslegung und Integration mit Wiener Robotics
Vor der Auslegung erfassen wir die Merkmale, die für die Plattform und ihren Aufbau relevant sind:
● Gewicht, Abmessungen, Bauform und Unterfahrbarkeit des Ladungsträgers
● benötigte Aufnahme- und Übergabehöhen
● Breiten, Radien, Steigungen, Stufen und Spalten entlang der Fahrwege
● Anzahl der Transporte, Übergabepunkte, Ladephasen und vorhandene Verkehrsbereiche
Darauf aufbauend plant Wiener Robotics die Fahrzeugkonfiguration, Fahrwege und Übergabepunkte sowie die Einbindung in Lager-, Produktions- und Montageprozesse. Nach der Inbetriebnahme begleiten wir Einschulung, Service und Wartung.

